Geschenktipps: Die besten Bücher über das Texten

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der Weihnachts-Countdown läuft. Noch nicht alle Geschenke gekauft? Oder auf der Suche nach erhellendem Lesestoff für das eigene Schreiben? Heute stelle ich fünf Bücher vor, die in meinem Büroschrank stehen und dort nicht verstauben. Weil sie mich immer wieder inspirieren oder es einfach Spaß macht, darin zu blättern.

Eine Warnung vorab:

 

Wer auf der Suche nach druckfrischen Kreativbüchern ist, braucht nicht weiter zu lesen. Die folgenden sind zum Großteil schon einige Jahre auf dem Markt. Doch ich bin nicht der Typ, der immer das neueste iPhone braucht (ehrlich gesagt besitze ich gar kein iPhone). Und ich denke, mit Büchern ist es oft wie mit vielen guten Dingen: Man hat lange Freude daran.

Zudem heißt neu erschienen nicht unbedingt neu gedacht – dazu gleich der erste Buchtipp:

 


„Steal like an artist: 10 things nobody told you about being creative“ von Austin Kleon

Es ist quadratisch, poppig, schwarz. Die Quintessenz dieses Buchs: Nichts ist wirklich neu. Kreative Menschen tanken überall Inspirationen – es ist völlig in Ordnung, sich von guten Ideen beeinflussen zu lassen und daraus etwas Originelles zu schaffen. Angereichert ist das Werk mit Zitaten von Bowie („The only art I’ll ever study is stuff that I can steal from“) bis Picasso („Art is theft“).

 

„Bullshit Bingo: Storytelling für Werbetexte“ von Albert Heiser

Den Autor lernte ich im Sommer 2015 bei seinem Workshop zu „Text und Strategie für Mailings“ kennen. Der war gut, genauso wie dieses Buch mit dem plakativen Titel. Bullshit Bingo. Darunter fallen Wortmonster wie „optimale Prozesssicherheit“ oder „höchste Effizienzsteigerungen und Optimierungspotenziale“. Das Buch startet mit abschreckenden Beispielen, erklärt Kreativtechniken und mischt die – eindeutig große – Erfahrung des Autors mit Praxistipps.

 


„Text-Tuning: Das Konzept für mehr Werbe-Wirkung“ von Tilo Dilthey

Auf nur 150 Seiten bringt Dilthey Werbetext auf den Punkt. Finde den Nutzen, durchpflüge das Briefing, teste deine Texte zum Erfolg und beurlaube den inneren Zensor: Schritt für Schritt breitet er die Geheimnisse guter Werbung aus (es gibt sogar Praxisübungen, die ich unbedingt endlich mal machen sollte).

 


Sushi Band 11: Wenn der Text zu Wort kommt oder „Liest doch eh keiner#“

Das Jahresheft des ADC Nachwuchswettbewerbs 2008 erschien und ich beschloss, mich dennoch als Texterin selbständig zu machen. Die Warnung „Liest doch eh keiner“ zu widerlegen gilt es seither täglich. Dank Mailflut und Social Media lesen und schreiben die Menschen heute eher mehr als weniger. Der Sushi-Band vereint Artikel und Beispielarbeiten. Darunter jede Menge gutes Zeug – manchmal versteckt in kleingedruckten Untertiteln. „Dichterfürsten auf Lohnsteuerkarte“ zum Beispiel. Liest doch eh eine(r)!

 


„Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen“ von Frank Berzbach

Diese "Anregung zu Achtsamkeit" ist ein optisch und haptisch schön gestaltetes Taschenbuch. Bin 2015 durch Zufall in einem Münchner Keller auf einer Lesung von Frank Berzbach gelandet und habe es mir anschließend gegönnt. Es geht um Kreativität als Daseinsform. Eine Empfehlung aus dem Inhalt: Ab und zu bei einer Tasse Tee nachdenken über den Sinn der eigenen Arbeit. Was mir besonders gefällt, sind die wunderbaren Zitate. Mein liebstes steht auf Seite 20:

 

"Nur du allein hast die Macht, den Ort, an dem du lebst, zu einem wunderschönen Ort zu machen."


Gerne würde ich die Liste fortführen, doch Weihnachten rückt immer näher. So belasse ich es bei der Nennung von „Deutsch für Profis“ von Wolf Schneider und „Kribbeln im Kopf“ von Mario Pricken. Ob „Do it with love“, „Text sells“ oder „Nea machina: Die Kreativmaschine“ – die Liste meiner „Will-ich-noch-lesen“ Bücher wächst weiter. Daher sage ich einfach „to be continued“. Und gehe jetzt Tee trinken.

 

Welches sind Ihre oder eure Lieblings-Textbücher? Freue mich über Kommentare.

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